Udo Nölke (*18. November 1937 in Westfalen; † 7. September 2021) war ein deutscher Fleischermeister und Unternehmer. Er entstammte der westfälischen Unternehmerfamilie Nölke, die maßgeblich an der Entwicklung der deutschen Fleisch- und Wurstwarenindustrie beteiligt war.
Nach seiner schulischen Ausbildung absolvierte Nölke eine handwerkliche Lehre im Fleischerhandwerk und legte die Gesellenprüfung ab. In den 1950er-Jahren sammelte er praktische Berufserfahrung in verschiedenen Fleischereibetrieben im In- und Ausland, darunter auch Stationen in Frankreich. Diese Zeit diente sowohl der fachlichen Vertiefung als auch dem Erwerb internationaler Einblicke in Produktion und Verarbeitung.
Udo Nölke erlangte später den Meistertitel im Fleischerhandwerk und war anschließend im Familienunternehmen tätig. Gemeinsam mit seinen Brüdern Dieter, Fritz und Ulrich trat er Ende der 1950er-Jahre in die Geschäftsführung ein. In dieser Phase entwickelte sich das Unternehmen von einem regionalen Hersteller zu einem der bedeutendsten Fleischwarenproduzenten Deutschlands. Nölke war unter anderem an organisatorischen, handwerklichen und betrieblichen Weiterentwicklungen beteiligt, die den späteren Markterfolg der Unternehmensgruppe mitprägten.
Neben seiner beruflichen Tätigkeit engagierte sich Udo Nölke auch gesellschaftlich und politisch auf kommunaler Ebene. Er war verheiratet und Familienvater.
Udo Nölke verstarb im September 2021 im Alter von 83 Jahren. Sein Name ist eng mit der Geschichte des Familienunternehmens Nölke und der Entwicklung moderner Fleischwarenproduktion in Deutschland verbunden.
Dieses Bild habe ich für meinen Cousin Frank Nölke zum 60. Geburtstag erstellt. Es hat mir viel Spaß gemacht mich noch mal intensiv mit der Geschichte von meinem Onkel Udo, an den ich so viele Erinnerungen habe, zu beschäftigen.
Der UNTERGRUND:
Die Herstellung des Bilduntergrunds stellte eine besondere Herausforderung dar. Zwar standen mir originale Unterlagen aus dem Familienarchiv zur Verfügung, diese waren jedoch in Umfang und Beschaffenheit zu unterschiedlich, um den gesamten Bildträger einheitlich damit zu bekleben.
Auf Grundlage der vorhandenen Dokumente habe ich daher eine Art historische Zeitung im A3-Format gestaltet, ausgedruckt und anschließend in einzelne Fragmente zerschnitten. Auf diese Weise ließ sich eine ruhigere, zusammenhängendere Anmutung einer gealterten Papieroberfläche erzeugen, zugleich stand ausreichend Material zur Verfügung, um die Leinwand vollständig – einschließlich der Ränder – zu kaschieren.
Ergänzend konnte ich in den Archiven des Haller Kreisblatts mehrere zeitgenössische redaktionelle Berichte über das Unternehmen Nölke sowie dessen Tochtergesellschaften recherchieren und in den Untergrund integrieren. Dadurch verbindet der Bildträger persönliche Archivmaterialien mit öffentlich dokumentierter Unternehmensgeschichte.